Montageanleitung Katzensichere Terrasse
Schutznetze sind eine verlässliche Lösung für Stubentiger mit Freigang. Davor muss kein Vogel um sein Leben fliegen, dahinter keine Katze Autos und Gefahren fürchten.
Für viele Katzenfreunde in Österreich – ob am Stadtrand von Wien oder im Umland von Graz und Linz – ist eine gesicherte Terrasse der perfekte Mittelweg: kein unkontrollierter Streifzug, aber dennoch frische Luft, Sonne und ein spannender Beobachtungsposten für neugierige Vierbeiner.
Die Lösung ist ein dezent wirkendes BOY-Katzennetz, das sich stabil zwischen den Pfosten einer Pergola montieren lässt. Wichtig ist dabei nicht nur die seitliche Einrahmung, sondern auch der obere Abschluss, damit kletterfreudige Katzen nicht auf Querbalken oder Überdachungen gelangen.
Warum eine gesicherte Terrasse sinnvoll ist
Das Zusammenleben in dicht besiedelten Nachbarschaften bringt oft Diskussionen mit sich – freilaufende Haustiere sind dabei regelmäßig ein Thema. Während Hunde meist im eigenen Grundstück bleiben oder zurückgerufen werden können, lässt sich eine Katze auf Erkundungstour durch fremde Gärten kaum lenken.
Gleichzeitig möchten Halter ihren Tieren gesunden Auslauf bieten. Eine katzensichere Terrasse löst diesen Zielkonflikt: Die Katze bleibt rundum geschützt, während Vögel, Nachbargrundstücke und naher Straßenverkehr kein Risiko darstellen.
Beispiel aus der Praxis
In dem hier beschriebenen Praxisbeispiel wurde eine Terrasse mit Holz-Pergola und Sichtschutzelementen so vernetzt, dass Mensch und Tier den Außenbereich uneingeschränkt gemeinsam nutzen können. Sogar eine Durchgangstür in der Holzwand wurde integriert, um den direkten Zugang zum Garten zu erhalten.
Das feinmaschige Netz fällt aus wenigen Metern Distanz kaum auf und kann bei Bedarf zugleich als Rankhilfe für Begrünungen dienen. Für eine typische Terrassenfläche von ca. 17,5 m² dauert die Montage etwa einen Arbeitstag und lässt sich mit grundlegenden handwerklichen Fähigkeiten problemlos umsetzen.
Das brauchen Sie
- BOY-Katzennetz
- Bambusstangen oder wetterfeste Rundholzstangen
- Rostfreie oder kunststoffummantelte Haken
- Schraubösen
- Netzbinder oder kunststoffummantelter Spanndraht
- Schrauben, Dübel und passendes Kleinmaterial
- Säge, Schraubenzieher und haushaltsübliches Werkzeug
Montage in einzelnen Schritten
1. Haken an den Pergola-Pfosten anbringen
An den oberen und unteren Enden der Holzpfosten werden korrosionsbeständige Haken eingedreht. Sie dienen als stabile Haltepunkte für die Stangenführung.
Achten Sie darauf, die Hakenöffnung passend zum Durchmesser der Stangen zu wählen – maßgeblich ist dabei stets die dickste Stelle des Holzes.
2. Stangen vorbereiten und einsetzen
Die Rundstangen werden exakt auf das benötigte Zwischenmaß zugesägt und anschließend durch die vormontierten Haken geschoben.
Alternativ zu offenen Haken können je nach Konstruktion auch formstabile Metallbänder als Führungshülsen montiert werden.
3. Netz zunächst provisorisch einhängen
Das Katzennetz wird vorerst locker über die Haken gehängt, um die Fluchten und Dimensionen vor Ort abzugleichen.
Wichtiger Praxishinweis: Schneiden Sie in diesem Stadium noch kein überschüssiges Netz ab. Erst wenn die gesamte Fläche final justiert und auf Zug gebracht ist, werden Überstände eingekürzt.
4. Netz durch die Stangen fädeln und straff spannen
Die Stangen werden oben und unten durch die Randmaschenreihen geführt und wieder fest in den Haken verankert.
Bringen Sie das Schutznetz gleichmäßig auf Spannung. Da gewirkte Garne unter Witterungseinflüssen geringfügig arbeiten, zahlt sich eine saubere Grundspannung direkt aus.
5. Überstehende Reste erst zum Schluss abschneiden


Erst wenn das Netz ringsum plan anliegt und alle Eckpunkte sitzen, werden überhängende Kanten mit einer scharfen Schere bündig abgetrennt.
Das verhindert, dass versehentlich zu knapp geschnitten wird und später Material zum Spannen fehlt.
6. Spalten im Bodenbereich lückenlos verschließen
Mögliche Lücken zwischen Bodenbelag und Stangen werden geschlossen, indem der untere Netzsaum unter Terrassenplatten gelegt oder fest mit Randleisten verpresst wird.
Im Fußbereich dürfen keine Schlupfwinkel bleiben – selbst schmale Fugen wecken rasch den Drang zum Durchschlüpfen.
7. Schraubösen entlang der Holzpfosten setzen
Zur vertikalen Befestigung an den Pergola-Stützen werden im Abstand von ca. 15 bis 20 cm solide Schraubösen ins Holz gesetzt.
Das stellt sicher, dass das Netz auch bei Windstößen straff am Pfosten anliegt und nicht flattert.
8. Netz mit Bindern fixieren
Über wetterbeständige Netzbinder wird das Gewebe mit den Schraubösen verbunden. Nach dem Festziehen werden die Enden der Binder sauber abgezwickt.
So entsteht eine formstabile, langlebige Einhausung für den gesamten Terrassenbereich.
Worauf Sie besonders achten sollten
- Alle Boden- und Seitenabschlüsse ausbruchsicher abdichten.
- Gleichmäßige Spannung aufbauen, um spätes Durchhängen zu verhindern.
- Überkletterschutz bzw. Deckensicherung mit einplanen, falls Querträger erreichbar sind.
- Windlasten einkalkulieren – Stützen und Verankerungen müssen standsicher sein.
Fazit
Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich eine Pergola-Terrasse so sichern, dass Katzen gefahrlos Frischluft tanken können. Der Bereich bleibt dabei für die ganze Familie uneingeschränkt nutzbar und optisch harmonisch.
Diese Anleitung erschien ursprünglich in der Fachzeitschrift NORA.
BOY entwickelt Montagelösungen für Katzennetze seit über 50 Jahren – alle Komponenten und Systemlösungen finden Sie auf boy-katzennetze.at